Chronik vom Windhuk

Wilhelm & Michael Gerwing
Wilhelm & Michael Gerwing

Wie alles begann...

Alles begann im Jahre 1970. Zu der Zeit ergab es sich, dass mein Vater Josef Gerwing bei einem Besuch eines Rasse-Geflügelzucht-Kollegen in Dortmund auf den Berner Sennenhund aufmerksam wurde. Nach großen Diskussionen mit seiner Familie setzte er doch letztendlich seinen „Westfälischen Dickschädel“ durch und machte sich mit mir, Wilhelm Gerwing, klammheimlich auf, um unseren ersten Berner Sennenhund abzuholen.

Ich wurde 1971 Mitglied im Verein für Schweizer Sennenhunde (SSV e.V.).

So gingen ein paar Jahre durchs Land, man hatte sehr viel Freude an diesem attraktiven und freundlichen Begleithund. Irgendwann beschlossen wir den Hund einmal auszustellen und wir stellten fest, dass unsere „Evie von der Pelkumer Heide“ ein recht vielversprechender Berner Sennenhund war.

Nach langem Überlegen beschlossen wir dann unsere Evie einmal belegen zu lassen. Sie hatte einen 10-er Wurf (3 Rüden u. 7 Hündinnen), von denen sie 1 Rüden und 5 Hündinnen durchbrachte. Weil eine der Hündinnen uns so sehr gefiel und sie im besonderen Maße sehr engen Kontakt zu uns hielt, blieb es nicht länger aus, dass wir unsere „Anke vom Windhuk“ behielten. Auch sie erwies sich als treuer und wachsamer Freund der Familie und bescherte uns alsbald die Würfe B (Wurfstärke: 5:2 / gem. 4:2) und C (Wurfstärke: 2:2 / gem. 2:2).

Vom C-Wurf behielten wir unsere „Carmen vom Windhuk“, die sich als liebevolles aber leider aufgrund einer mittleren Hüftgelenksdysplasie als zuchtuntaugliches Tier herausstellte.

Nun hatten wir Großmutter, Mutter und Tochter in einer Familie.

Leider vergingen die Jahre viel zu schnell und eines Weihnachtsmorgens lag unsere Anke dann leider tot im Hundehaus. Man hatte sie wohl aufgrund ihrer Zutraulichkeit und ihres freundlichen Wesens mit einer vergifteten Scheibe Wurst locken können. Leider ist sie ohne unser Beisein im Kreise ihre Bernerfamilie gestorben. Wir hofften damals, dass es schnell gegangen sei und Anke nicht zu lange leiden musste.

Etwa 3 Jahre später mussten wir uns dann leider von Evie verabschieden die aufgrund von zunehmenden Laufschwierigkeiten in der Hüfte ausgelöst, durch das nunmehr doch hohe Alter von über 15 Jahren, schweren Herzens eingeschläfert werden musste.

Im Sommer 1989 musste unsere Carmen dann leider auch eingeschläfert werden weil sie ansonsten durch das Fortschreiten ihres Gebärmutterkrebses und ihrer mittleren HD einen langsamen, qualvollen Tod gestorben wäre. Auch ihr gedenken wir noch heute voller Freude.

Unverständlicherweise vergingen nun fast 7 lange Jahre bis mein Sohn mich überredete einen neuen Hund anzuschaffen. Selbstverständlich war für uns sofort klar dass es wieder ein Sennenhund werden würde, nur welcher...?

Wir besuchten eine Landesgruppenschau und einigten uns im Kreise der Familie auf den Entlebucher Sennenhund, der uns schon länger durch seine lebhafte und temperamentvolle Art aufgefallen war. Wir sprachen dort mit vielen Züchtern und so verging ca. ein halbes Jahr bis wir dann am 25. 07.1994 die am 05. 05.1994 geborene „Ira von der Holderstockhöhe“ unser Eigen nennen durften. Mit ihr besuchten wir mit großem Erfolg viele Ausstellungen in ganz Europa und auch sie erwies sich als hervorragende Zuchthündin und segnete uns mit insgesamt 36 Welpen von denen sie 30 durchbrachte und zu schönen und lebendigen Entlebuchern heranzog.
Am 15.10.2007 mussten wir unsere Ira nach Ihrem fast 13 1/2 jährigen Leben aufgrund von Altersschwäche leider einschläfern lassen.

Im Januar 1998 entschied sich dann mein Sohn Michael Gerwing die Hauptinteressen unseres Zwingers in die Hand zu nehmen und dem Schweizer Sennenhundverein für Deutschland (SSV e.V.) beizutreten.

Am 03.07.1997 erblickte „Aika vom Windhuk“ das Licht der Welt und verblieb bis zu ihrem traurigen Ableben am 04.04.2007 bei uns. Unsere „Tante“ hatte nur einen Wurf mit 9 Welpen weil sie mit 3 Jahren schon den Katarakt bekam. Dennoch blieb sie ein freudiger, fairer, wenn auch teilweise etwas neidischer Begleiter unserer Familie. Sie kümmerte sich rührend um die Welpen-Aufzucht, wenn wieder einmal ein Wurf anstand und bewies viel Geduld und Beharrlichkeit beim Spiel und der Aufzucht ihrer „Leihwelpen“. Leider wurde ihr Milztumor zu spät erkannt, so das sie nur 9 ½ Jahre alt wurde.

Unsere „Daisy vom Windhuk“ gesellte sich am 27. 05. 2000 zu uns. Mit ihr hatten wir 3 wunderschöne Würfe mit insgesamt 12 Welpen von denen noch heute einige in der Zucht stehen. Sie bekam leider im Jahre 2006 ebenfalls den Katarakt und steht daher nicht mehr in der Zucht. Nichts desto trotz ist Daisy allgegenwärtig und beschert uns durch ihre Wachsamkeit so einige „klangvolle“ Stunden.

Seit dem 13. 03. 2005 neckt uns nun „Indra vom Windhuk“ mit ihren immer wieder wechselnden Späßen, die uns teilweise doch schon bald bis zur Weißglut treiben. Mit ihr hatten wir bisher fünf Würfe mit 17 wunderschönen, gleichmäßig gezeichneten Welpen von denen wir unsere „Kaja vom Windhuk“ behalten haben. Ein echtes Luder, was jeder bezeugen kann der sie kennt.!

Nun haben wir wieder Großmutter, Mutter und Tochter in einer Familie.

Nunmehr blicken wir also auf eine fast 40 Jahre alte Zuchttradition zurück, in der wir eine Zwingergemeinschaft von Vater und Sohn in 2. Generation haben.

Wir hoffen in den nächsten Jahren noch sehr viel Spaß an unseren Entlebucher Sennenhunden zu haben und schon bald wieder vielleicht eine neue Verpaarung planen zu dürfen, aus der hoffentlich viele gesunde Welpen das Licht der Welt erblicken dürfen.