Lustiges & Nachdenkliches "vom Windhuk"



Kaja und ihre "Erzfeinde"

Entlebucher sind bekanntlich gute Hüte- und Treibhunde, die gelegentlich auch noch zum Schutz einer Schafsherde genutzt werden…

 

Da ich meine Beine abends ganz gerne mal lang mache und eine Ledercouch gerade im Winter schon mal recht kalt werden kann, hat Kathrin mir zu Weihnachten ein Schafsfell geschenkt.

 

Jetzt kam Kaja wieder einmal ins Wohnzimmer Neugierig schnüffelnd und auf Kraulstunden bedacht schoß sie Richtung Couch…

 

Leider wurde sie recht „unsanft“ gebremst.

 

Da hat doch irgendjemand einen „Feind“ hingelegt. „Da geh ich nicht mehr hin!“ dachte sich Kaja und verkroch sich Rute eingezogen in ihrem Bett in der Küche und wurde fortan nicht mehr in der Nähe der Couch gesehen…

 

3 Wochen später präsentierte mir meine Freundin ganz stolz ihre neue Errungenschaft: eine Lederjacke.

 

Leider hat man nicht damit gerechnet und auch nicht daran gedacht dass auch Kleidungsstücke seeeeehr gefährlich sein können!!!

 

Zur Belehrung: Nicht jeder Hüte- und Treibhund mag auch Schafe!

 

PS: So langsam hat sie sich daran gewöhnt, kommt zumindest wieder kurz zum Kraulen an die Couch aber nicht länger als 4-5 Minuten…



Kaja und ihr Lieblings- „Versteck“

Jeder von uns hat sicher einen schönen Garten oder Balkon….

 

Kaja hat ihre Spielwiese. Nichts ist schöner als auf unserer Dachterrasse herum zu tollen und an den riesigen Knochen zu knabbern.

 

Sonntags ist „Rindfleischsuppen-Tag“. Für jeden der 3 Hunde gibt´s nen Markknochen. Kaja kann sich mit ihrem immer bis zur Besinnungslosigkeit beschäftigen, ab und zu wird auch eine Pause eingelegt um den von Mama oder Oma zu klauen.

Aber was wenn mal die Gefahr aufkommt, das es nicht genug zu fressen gibt?

Also, da muss man was machen!!!

Wir haben da so ein schönes 2x2 Meter- Beet auf der Dachterrasse, hübsch bepflanzt mit allerlei schönen Blumen und Kräutern…

 

Als Kaja wieder einmal genug von ihrem Knochen hatte und sie sich in einem Moment unbeobachtet fühlte vergrub sie ihren Kochen in dem Beet. Natürlich wußte sie ja nicht dass ich, Michael, das sah aber sie fühlte sich sicher…

 

Als nun Kathrin nach draußen kam sah sie die Bescherung.

Kaja hatte ne pechschwarze Schnauze und die Petersilie und das andere Grünzeugs war nicht mehr vorhanden.

 

Kaja hatte ihren „ Für- schlechte- Zeiten- Knochen“ verbuddelt und dabei ganz vergessen die Kräuter und Blumen wieder zu pflanzen… Die Kräuter und Blumen waren alle mit vergraben!

 

Also: man lerne: man zeige seinem Hund VORHER wo er seine Knochen NICHT vergraben darf..!



Flucht aus der Langeweile

Das Hundeleben kann doch manchmal ganz schön langweilig sein, glaube ich zumindest…

 

Da sitzt man den ganzen Tag auf einem riesigen Grundstück, hast Mama und Oma als Spiel- und Wachkameraden, wirst mit Leckerli versorgt wenn man nur lange genug quengelt und auch noch ganz lieb schaut.

 

Trotzdem, das Leben kann doch nicht nur aus Aufpassen und Vögel jagen bestehen. Mal ganz abgesehen von zwischenzeitlichen „Erschreck- Attacken“ anderer Hunde die immer mal wieder am „Wachbezirk“ vorbeilaufen.

 

Manchmal würde ich aber viel lieber bei Michael und Kathrin im 5 Km entfernten Nachbarort sein. Da ist das irgendwie anders, so ohne Mama und Oma.

Da war ich ja nun schließlich auch schon öfter.

 

Also kurz über den Zaun gesprungen und „ab die Post“. Den Weg kenn ich ja, brauche also keinen Weggefährten um da hin zu kommen. Ist aber auch ganz schön lustig, so alleine an der gut befahrenen Hauptstrasse entlang, den Kreisverkehr und die paar Strassen sauber mit „Rechts- und Links- Schauen“ überqueren und schon bin ich fast da.

 

Nur einmal wurde das gefährlich auf der Strecke…

Da mußte ich mal wieder über die Hauptstrasse. Da mußten ganz schöne viele Autos bremsen und hupen, aber das machte mir nichts. Vielleicht haben die ja gehupt weil die mich kennen… Wer weiß..?

 

Na jedenfalls renne ich dann noch am Feld entlang, jage ein paar Häschen und springe noch kurz zur Abkühlung in den gut riechenden „Güllebach“ und komme dann wohlbehalten und gut riechend bei Michael und Kathrin an.

 

Die schimpfen zwar erst immer ganz schön dolle mit mir, freuen sich letztendlich aber trotzdem das ich da bin.

 

Jetzt, nach dem 3. Mal, haben die mich voll bestraft. Blöd, jetzt muß ich mein Halsband immer tragen. Und da haben dir mir auch noch so eine blöde „Erkennungsmarke“ dran gemacht, das Klimpern nervt mich ganz schön..!

Denke mal, das muß ich wohl auch noch loswerden.

 

Man wird sehen, bis zum nächsten Mal…!

 

 

Eure Kaja



Indra vs. Zug

 

Wilhelm und Michael sind im Frühling gerade dabei die Hecke und die Sträucher zu schneiden. Also erkläre ich (Kathrin) mich bereit mit Indra raus zu gehen, Daisy darf nach ihrer Eierstockstumor-OP noch nicht wieder weit laufen.

 

Also gehe ich mit ihr allein die übliche Runde, hinten über die Bahnschienen Richtung Felder. Nach den Bahnschienen lasse ich Indra von der Leine, so wie immer..!

 

Indra läuft auch mit und „erledigt das Wichtigste“. Kaum war das geschehen, dreht sie auf dem Absatz um und rennt ohne Rücksicht auf Verluste Richtung Zuhause. Also nehme ich „meine Beine in die Hand“ und renne hinter ihr her.

 

Passanten die mir entgegenkamen sahen mich nur lächelnd an, denn ich rief und rannte wie eine Blöde hinter Indra her und brüllte sie solle doch stehen bleiben und zurück kommen, doch die Hündin reagierte nicht im geringsten auf mich und ignorierte meine Rufe.

 

Dann sackte mir das Herz in die Hose, ich hörte den Zug hinter der Kurve hupen. Das konnte doch nur wegen Indra sein. Ich lege noch einen Zahn zu, hätte nie gedacht, dass ich so schnell sein kann.

 

An den Bahnschienen angekommen schaute ich mich nach einer zermatschten Indra um-> Glück gehabt, nichts von „Hunderesten“ zu sehen.

 

Bei Gerwings angekommen begrüßte mich freundlich Indra. Wilhelm und Michael schauten mich nur an und meinten als der Zug hupte, wäre beiden der gleiche Gedanke durch den Kopf geschossen, INDRA!

 

Seit diesem Tag muss die an der Leine bleiben wenn sie mit mir spazieren geht.

Doch meist kommt sie erst gar nicht mehr aus dem Hof um sich das Halsband anlegen zu lassen.